WhatsApp Marketing für Unternehmen: Opt-in, Vorlagen und Frequenz
Kurz gesagt
Für WhatsApp-Marketing braucht ihr eine dokumentierte Einwilligung, freigegebene Nachrichtenvorlagen, eine niedrige Frequenz mit echtem Anlass und jemanden, der eingehende Antworten liest. Der Kanal wird schnell blockiert, wenn eines davon fehlt. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Rechtlicher Hinweis vorab
Dieser Artikel nennt die Punkte, die für WhatsApp-Marketing geklärt sein müssen. Er ist keine Rechtsberatung. Lasst Einwilligung, Datenschutzhinweise und Verträge mit dem Anbieter von eurer Rechtsberatung prüfen.
Warum der Kanal funktioniert und warum er schnell verbrannt ist
WhatsApp wird fast immer sofort gesehen. Das ist der Grund, warum er funktioniert, und zugleich der Grund, warum er bei falscher Nutzung schnell verbrannt ist: Eine Nachricht zu viel wird nicht ignoriert, sondern blockiert. Der Wert des Kanals liegt in der Erlaubnis, die Kunden geben. Sie ist schneller verloren als aufgebaut.
Opt-in: der wichtigste Teil des Konzepts
Die Frage lautet: Über welchen Weg kommen Kontakte in den Verteiler, und wie wird die Einwilligung dokumentiert? Typische Eintrittswege:
- QR-Code vor Ort, etwa an der Ladentheke, am Fahrzeug oder auf dem Flyer
- Widget auf der Website
- Formular oder Funnel mit Einwilligung
- Link in Social-Media-Profilen und -Beiträgen
- Einladung an Bestandskunden über bestehende Kanäle
Ohne dokumentierte Einwilligung darf keine Nachricht rausgehen. Der Eintrittsweg ist deshalb Teil des Konzepts, nicht Nebensache.
Die Willkommensstrecke
Die Willkommensnachricht ist der einzige Moment, in dem die Aufmerksamkeit garantiert hoch ist. Deshalb gehören dorthin: eine Begrüßung, ein kurzes Erwartungsmanagement (was kommt, wie oft), ein Einstiegsanreiz wie eine Rabattaktion oder ein exklusiver Vorteil, und der Hinweis, wie man sich jederzeit abmelden kann.
Nachrichtenvorlagen brauchen Vorlauf
Vorlagen für den Versand außerhalb einer laufenden Konversation müssen vor der ersten Nutzung freigegeben werden. Dieser Schritt liegt nicht in der Hand des Projektteams und braucht Zeit. Plant ihn früh ein, nicht kurz vor dem Start.
Frequenz: lieber zu selten als zu oft
Anders als bei E-Mail ist wöchentlich nicht normal. Sendet nur mit echtem Anlass, zum Beispiel Aktionen, Saison, Events oder Neuheiten. Legt eine Frequenzempfehlung fest, statt nach Bauchgefühl zu entscheiden.
Abmeldungen als Frühwarnsignal
Steigende Abmeldungen nach einer Nachricht bedeuten fast immer: zu häufig, zu werblich oder nicht relevant genug. Beobachtet sie nach jeder Aktion.
Wer antwortet?
Auf WhatsApp antworten Kunden. Wenn niemand bei euch diese Antworten liest, schadet der Kanal mehr, als er nützt. Das muss vor dem Start geklärt sein.
Laufende Kosten
Der Versand verursacht fortlaufende Kosten, zum Beispiel pro Konversation. Sie sind nicht im Projektpreis enthalten. Fragt die Größenordnung vorab beim Anbieter an, damit nach dem Start keine Überraschung kommt.
So gehen wir vor
Wir bauen einen WhatsApp-Newsletter mit Vertriebslogik: Eintrittswege, Willkommensstrecke, Verzweigung nach Verhalten, Gestaltung inklusive Grafiken und Bildrecherche. Die rechtliche Prüfung der Einwilligungen und die Bearbeitung eingehender Anfragen bleiben bei euch. Mehr unter Systeme aufbauen.
Häufige Fragen
Welche laufenden Kosten kommen auf uns zu?
Der Versand verursacht fortlaufende Kosten, etwa pro Konversation. Sie sind nicht im Projektpreis enthalten. Die Größenordnung klärt ihr vorab.
Wie oft sollten wir senden?
Deutlich seltener als bei E-Mail und nur mit echtem Anlass. Eine Frequenzempfehlung gehört ins Konzept.
Wer beantwortet eingehende Nachrichten?
Das muss bei euch intern geklärt sein, bevor der Kanal live geht.
Wie lange dauert die Freigabe der Vorlagen?
Sie hat eine eigene Dauer, die nicht in unserer Hand liegt. Deshalb planen wir sie früh ein.